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27.06.2007 |
Heute vor fünf Jahrzehnten gründete sich der Verein im Volkspark und fand 1960 seine Heimat im Alsfeld.
Es folgte eine erfolgreiche Geschichte dank engagierter Mitglieder und Talenten, die dort das Tennisspielen lernten
Im Eiltempo aufwärts
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Die Gründung des TC Sterkrade Blau-Weiß am Siebenschläfertag hat sicherlich keine historische Bedeutung. Weder die Sage über die 195 Jahre vor der Christenverfolgung in einer Höhle schlafenden "Sieben Brüder" stand Pate, noch die Wetterweisheit: Wenn es an diesem Tag regnet, regnet es sieben Wochen lang. Vor einem halben Jahrhundert , am 27.Juni 1957, ist der Tennisclub frei von solchen Legenden entstanden - und blieb immer ein Verein der Realität.
Die Stadt hatte gerade im Volkspark zwei neue Tennisplätze gebaut. Prompt lebte in Sterkrade die alte Tradition des "weißen Sports" wieder auf. Dr. Ottokar Dolecsek, Dr. Joseph Wewel, Willi Wischermann, Erich Schweer und Karl Baumeister gründeten 1957 mit Gleichgesinnten den TC Sterkrade Blau-Weiß. Derneue Verein belegte einen Platz, den zweiten der TC Sterkrade 69. Das war keine Dauerlösung.
Eine Dekade früher als anderswo blühte der Tennissport in Sterkrade auf. Die "Macher" wollten in Oberhausen nicht allein dem 1903 gegründeten OTHC das Feld überlassen. Blau-Weiß entwickelte sich in ein paar Jahren zu einer Erfolgsstory. Schon 1960 bezog der Verein sein heutiges Domizil im Alsfeld. Der damalige Vorstand: 1. Vorsitzender Dr. Ottokar Dolecsek, Karl Bläser, Gerda Gusovius, Erich Schweer, Wilhelm Wischerman und Hans Ingendoh.
Im Eiltempo ging es aufwärts. Der Verein baute zunächst fünf Plätze, zwei weitere 1971. Das von Architekt Hans Ingendoh gebaute Clubhaus galt von Anbeginn als Blickfang - auch heute noch. Mitglieder gründeten einen Hallenbauverein: Mindesteinlage 500 Mark, verzinst mit sieben Prozent. So kamen 130.000 DM zuasmmen. Bei Rechtsanwalt Heinz Becker liefen die Fäden zusammen. Nach ein paar Jahren war die Einplatzhalle bezahlt und wurde dem Verein als Eigentum geschenkt.
Das waren gute Grundlagen für Gemeinschaft, Breitensport, Jugendförderung und Leistungs-sport. Mehr und mehr wurde Blau-Weiß zu einer Konkurrenz für den in allen Belangen Jahrzehnte lang "unschlagbaren" OTHC. Im Sog dieser beiden führenden Tennisclubs und des TC Sterkrade 69 entstanden in Oberhausens Stadtteilen nahezu flächendeckend Tennisclubs und -anlagen (heute 21)
Die Damen und Herren, die im Alsfeld das Sagen hatten, wollten mehr als Durchschnitt. Auf dem Weg dahin gab es Fort- und Rückschritte. In der Chronik sind Titel auf Stadtebene, im Bezirk und Verband, Teilnahmen an deutschen Meisterschaften und in Auswahlteams verewigt. Dutzende Namen sind mit Klassetennis im Alsfeld verbunden, zum Beispiel die Familien Pollet, Schweer und Witjes. Vom Alsfeld wechelten Spieler zum OTHC - auch umgekehrt. Barbara Pollet und Stefan Witjes waren die größten Talente, die im Alsfeld das kleine und große Tennis-Ein-mal-Eins lernten. Beide gewannen in der Jugend Titel am Niederrhein. Stefan, später auf Bundesliganiveau bei BW Dinslaken aktiv, nahm an nationalen und internationalen Turnieren teil, spielte sogar in der Henner-Henkel-Mannschaft.
Barbara Pollet, eine Linkshänderin, in der Jugend Stadt-, Bezirks-, und
Niederrheinmeisterin, DM-Teilnehmerin, wurde nach ihrem Umzug in Österreich eine Spitzenspielerin, zählte zum Fedcup, war die Nummer zwei der Damen im Alpenland und die Nr. 143 auf der DAmen Weltrangliste.
Im Jubiläumsjahr spielen im Alsfeld 15 Mannschaften, darunter vier Jugendteams. Vorstand: 1. Vorsitzender Michael Schumacher, Sportwart Tristan Preusse, Jugendwart Dr. Michael Dopmeyer, Geschäftsführer Bernd Gramstadt, Kassenwartin Margret Gramstadt. Mitglieder zu Beginn des Jubiläumsjahrs: 245 - Tendenz steigend.
Tennis in Sterkrade wurde schon im 19.Jahrhundert gespielt. In den
"Frauen" - Gesellschaft
Bei Vorgänger "Teste" hatten Frauen das Sagen |
1890er Jahren flogen die weißen Bälle bei der Gesellschaft Erholung. Leitende Herren der Gutehoffnungshütte und ihre Frauen spielten unter sich auf einem Platz hinter den heutigen " Gläsernen Rathaus". Mehr auf Wettkampf eingestellt, aber nicht nur, war ein Vorgänger den Jubilars.
Der Club war 1924 unter dem Namen "Teste Sterkrade Blau-Weiß" vom Gesellschaftsverein "Sterkrader Raben" gebildet worden. Gespielt wurde an der Von-Trotha-Straße - neben der Wirtschaft Frings. Das war schon eine etwas seltene Sportgemeinschaft, in der die Damen Merheit stellten und das Wort führten.
Willi "Tölle" Wischermann, der in diesem Jahr 110 geworden wäre, war Mitgründer der "Teste" und später im Alsfeld Vorstandsmitglied. Er erinnerte sich zu Lebzeiten: " Uns stand ein Holzhaus mit Umkleide- und Waschräumen, ohne Duschen, zur Verfügung. Über Neuaufnahmen entschied die Mehrheit der Mitglieder. Das waren bei uns die Damen. Da kam es schon vor, dass hübsche weibliche Bewerberinnen aus Konkurrenzgründen abgelehnt wurden."
1927 ging es in den Volkspark
"Teste" siedelte 1927 um in den Volkspark und spielte auf zwei städtischen Plätzen am Gondelweiher. In der NS-Zeit wurde "Teste" 1937 aufgelöst. Die spielfreudigen Damen und Herren schlossen sich dem TC Schwarz-Weiß Oberhausen im Kaisergartenan, der später mit dem OTHC fusionierte. Genau 20 Jahre später lebte in Sterkrade der Tennissport wieder auf - beim TC Sterkrade Blau-Weiß.
Verfasser: Edmund Koch
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Einnerungen
Der Skandal
Nicht nur Rot-Weiß hatte es zu Beginn der 70er Jahre mit dem Skandal in der Fussball-Bundesliga zu tun. Ein Tennisspieler von Blau-Weiß saß bei den Sportgerichtsverhandlungen auf der anderen Seite: Rechtsanwalt Heino Dubbert war im Kontrollausschuss Vertreter von Chefankäger Hans Kindermann.
Die Stadtmeisterin
Ingrid Pollet nimmt in der Geschichte der Oberhausener Tennis-Stadtmeisterschaften eine Sonderstellung ein. Die Blau-Weiße verdarb 1972 die bis Dahin makellose Bilanz des OTHC, der vorher alle Titel gewonnen hatte. Sie wiederholte ihren Erfolg 1976.
Der Stadtmeister
Erich Schweer wurde 1976 Stadtmeister bei den Senioren I - der erste Nicht-OTHC-Spieler. Fortan gab's für den bis dahin dominierenden OTHC eine Konkurrenz.
Die Nummer eins
Der Hölländer Sven Groeneveld (heute 41) war zwei Jahre die Nummer eins der Blau-Weiß Herren. Die größten Erfolge hatte er als Trainer, erst in der Weltklasse der Damen (u.a. Monika Seles und Arantxa Sanchez), später u.a. mit Michael Stich. Heute ist Groeneveld Talentspäher.
Der Krach
Der Lärm der Autobahn störte jahrelang den Spielbetrieb. Dr. heinz Nehrling, Vorsitzen-der des Sportausschusses und NRW-Staatssekretär, setzte sich für schalldämfende Maßnahmen ein. Die kamen, sparten aber die Anlage im Alsfeld aus. Die Trichterwirkung erhöhte gar den Krach. Nach vielen Verhandlungen sorgte der Landschaftsverband für Abhilfe.
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Linkshänderin auf der rechten Seite: Barbara Pollet (re.) lernte bei Blau-Weiß und wurde später Österreichs Nimmer 2. 1977
bildete sie mit (v.li.) Uschi Zander, Margret Witjes, Evelin Wewel, Monika Schumacher und Ingried Gladisch(vorne) das Damen Team

Für volle Ränge sorgten die Stadtmeisterschaften im Alsfeld in der Vergangenheit. Darauf hoffen die Blau-Weiß Verantwortlichen
auch bei den kommenden Titelspielen |
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Fotos von der Saisoneröffnung
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Rede des Präsidenten des Stadt-sportbundes Oberhausen Josef Loege zur Saisoneröffnung des TC Sterkrade Blau-Weiss e.V. am Samstag, 21. April 2007 |
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Sehr geehrter Herr Schumacher,
meine sehr geehrten Damen und Herren,
sehr verehrte Gäste,
liebe Tennisfreundinnen und Tennisfreunde!
Zunächst einmal möchte ich mich ganz herzlich beim Vorstand und allen Mitgliedern des „TC Sterkrade Blau-Weiss“ für die Einladung zur heutigen Saisoneröffnung bedanken. Eine Saisoneröffnung und die Freigabe der Außenplätze sind ja eigentlich ganz normale Vorgänge in einem Tennisclub. Nach der langen Wintersaison in der Tennishalle erwarten viele Aktive schon sehnsüchtig, die ersten Schläge auf der Asche und unter freiem Himmel zu machen. Das zu dieser Jahreszeit außergewöhnlich gute Wetter hat dafür gesorgt, dass davon schon reichlich Gebrauch gemacht werden konnte. Die Spielerinnen und Spieler werden zu dieser Saisoneröffnung auf die bevorstehende Spielsaison, mit all ihren Höhepunkten und auf die sogenannten Medenspiele, benannt nach Carl August von der Meden, dem 1. Präsidenten des Deutschen Tennis-Bundes, eingestimmt. Die passiven Mitglieder sind eingeladen die spannenden Spiele und Turniere auf Ihrer wunderschönen grünen Tennisanlage mit 7 Außenplätzen hier im Alsfeld zu verfolgen und Ihre Spielerinnen und Spieler bei den Wettkämpfen zu unterstützen sowie für entsprechend gute Umsätze in der Vereinsgastronomie und für Stimmung zu sorgen. Ihre heutige Saisoneröffnung stellt aber etwas Besonderes dar. Sie findet nämlich im Rahmen Ihrer Veranstaltungsreihe zum diesjährigen 50-jährigen Jubiläum statt. Am 27. Juni 1957 wurde der „TC Sterkrade Blau-Weiss“ gegründet. Ich möchte jetzt an dieser Stelle nicht Ihre 50- jährige Vereinsgeschichte wiedergeben. Diese kennen Sie selbst viel besser als ich und darüber hinaus ist sie bestens auf Ihrer Internetseite nachzulesen. Die heutige Saisoneröffnung und das diesjährige Jubiläum sollten natürlich auch gebührend gefeiert werden. Ihrer schriftlichen Einladung habe ich entnommen, dass Sie eine Reihe unterschiedlichster Aktivitäten und Events geplant und vorbereitet haben. Der Höhepunkt des heutigen Tages ist sicherlich gleich der anschließende Schaukampf zwischen dem Mannschaftsweltmeister, ehemaligen Tennis-Weltranglisten- und Daviscup-Spieler, Herrn Karsten Braasch und Ihrer neuen Nummer 1, Herrn Andoni Kapnisakis, der einen beachtlichen Platz in der „königlich niederländischen“ Einzelrangliste belegt. Das danach folgende Turnier Ihrer 1. Herrenmannschaft darf ebenfalls mit Spannung erwartet werden. Sie haben keine Kosten und Mühen gescheut und sich für heute sowie für die folgenden Jubiläumsfeierlichkeiten eine Reihe von attraktiven und erstklassigen Programmpunkten ausgedacht. Aufgefallen ist mir - und das möchte ich hier kurz erwähnen- auch die nagelneue, blau-weiße Überdachung Ihrer Terrasse, die damit wieder Ihr Clubhaus in den Vereinsfarben erstrahlen lässt. Ich möchte dem Vorstand, allen Mitgliedern aber auch den Sponsoren für die bisherige hervorragende geleistete Arbeit und Unterstützung meinen besonderen Dank aussprechen. Ohne ein ehrenamtliches Engagement und eine finanzielle Unterstützung für Ihren Tennis-Club sind viele Dinge heute nicht möglich.
Ich möchte Sie alle daher ermutigen, sich weiterhin für diese Gemeinschaft stark zu machen und für Ihren Tennissport weiterhin so einzutreten. Ihrem Sport kommen auf ganz unterschiedliche Weisen eine Vielzahl wichtiger gesellschaftlicher Funktionen und Rollen zu. Dass Sie diese Aufgaben in den vergangenen Jahren bestens bewältigt haben, steht außer Frage. Damit steht es – um in Ihrem Fachjargon zu bleiben - „Vorteil auf“ für den „TC Sterkrade Blau-Weiss“!
Ich möchte Ihnen daher auch die besten Glückwünsche und Grüße des gesamten Präsidiums des Stadtsportbundes Oberhausen überbringen.
Ich wünsche Ihnen nun für die anschließenden Spiele viel Spannung, für den weiteren Abend einen guten Verlauf und eine ausgelassene Stimmung sowie natürlich weiterhin gute sportliche Erfolge.
Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit!
Glück auf! |
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Begrüßungsrede unseres 1. Vorsitzenden Michael Schumacher anlässlich der Saisoneröffnung am 21.04.2007 auf unserer Anlage |
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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Clubmitglieder, Freunde, Werbepartner und Gäste des Tennis- Club Sterkrade Blau-Weiß,
im Namen des Vorstandes möchte ich Sie alle zur Saisoneröffnung 2007 begrüßen, insbesondere den Präsidenten des SSB Herrn Josef Loege, Herrn Klaus Brosius vom Schulsportreferat der Stadt Oberhausen, die Vertreter der Fachschaft Tennis im SSB Herrn Peter Haschke, Herrn Christ sowie Frau Nowack, und Herrn Edmund Koch von der Presse.
Der Tennis Club Sterkrade Blau-Weiß feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Vereinsbestehen. Das Jubiläum ist Anlass zu einer Reihe von Veranstaltungen, die für dieses Jahr geplant sind. Ein besonderes Ereignis soll unsere offizielle Jubiläumsfeier am 18. August werden.
Aber ohne das Engagement und den Mut der Vereinsgründer Frau Gerda Schürmann und Herrn Karl Bläser, Dr. Ottokar Dolecsek, Hans Ingendoh, Franz Piczyk, Erich Schweer, Richard Wagner, Dr. Joseph Wewel und Willi Wischermann wäre es uns heute nicht möglich, das 50-jährige Vereinsbestehen zu feiern und auf einer der schönsten Anlagen in Oberhausen Tennis spielen zu können. Ihnen und allen anderen, die noch in den vergangenen 50 Jahren bereit waren, zum Wohle des Vereins die Verantwortung einer ehrenamtlichen Vorstandsarbeit zu übernehmen gilt unser und meiner besonderer Dank.
Danken möchte ich allen Mitgliedern, die als Mannschaftsführer, Jugendbetreuer, Gestalter von Festen und Weihnachtsfeiern, als Clubwirte, als Platzwart oder an anderer Stelle in all den Jahren zum Bestehen des Vereins beigetragen haben.
Wir alle haben aber auch weiterhin die Verpflichtung, durch persönlichen Einsatz die Zukunft unseres Vereins zu sichern.
In diesem Zusammenhang danke ich herzlich den Mitgliedern und Sponsoren, die durch ihre Spenden dazu beitragen, dass wir einige schöne Veranstaltungen in diesem Jahr ausrichten können und die 1. Damen- und Herrenmannschaft unterstützen.
Für den heutigen Tag wünsche ich uns, nach der Vorstellung der neuen 1. Herrenmannschaft durch unseren Sportwart T. Preusse und einiger Grußworte von Herrn Loege, einen unterhaltsamen und geselligen Nachmittag beim Schaukampf zwischen Simon Greul der Nr.102 auf der aktuellen ATP-Rangliste und unserer Nr. 1 Andoni Kapnisakis.
Durch den persönlichen Einsatz meines Freundes, Martin Schweer, konnte kurzfristig Simon Geul für den heutigen Schaukampf gewonnen werden, da Kartsen Braasch verletzungsbedingt gestern absagen musste und nicht spielen kann.
Als sportliche Geste erachte ich es, dass Karsten Braasch trotzdem heute auf unserer Anlage ist und mit uns feiern möchte.
Ab ca. 16.00 Uhr sorgt dann die Band Dixie Friends für gute Stimmung. |
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